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Streetart als Teppich-Kunst?!

berliner zeitung: teppich kunst streetart

Streetart auf Teppich

»Aus ganz Europa wurden die Stücke zusammengetragen für die Jubiläumsausstellung im Museum Europäischer Kulturen in Dahlem. Gezeigt werden zum zehnjährigen Bestehen des Museums textile Behänge und Decken, auf denen Reiter und Segelschiffe ebenso zu sehen sind wie filigrane florale Motive. Die Tuchintarsien stammen aus der Zeit um 1500 bis zur Gegenwart. Nahezu 40 Originalobjekte aus Großbritannien, Deutschland, Österreich, Polen, der Schweiz und Schweden sowie aus Irland, den USA und Australien sind ausgestellt. Neben den Herrschaftsinsignien von Königs- und Adelshäusern werden auch moderne Motive dargestellt, wie das “Stückwerk Berlin – Stückwerk Europa” von Ursel Arndt (Foto r.). [...]« (Berliner Zeitung vom 19. März 2009)

Mit keinem Wort wird in diesem Artikel der Berliner Zeitung das Wort „Streetart“ gebraucht, geschweige denn auf die urbanen KünstlerInnen hingewiesen, die Frau Arndt mit hundertprozentiger Sicherheit zu ihrem tollen Teppich verholfen haben. Auf diesem Teppich-Kunstwerk, das zur Zeit n Dahlem betrachtet werden kann, lassen sich nämlich viele, nicht nur stadtbekannte Streetart-Motive (hauptsächlich Stencil Art) von KünstlerInnen wie zum Beispiel Alias und Mr. Stens wiederfinden.

Ob diese der Verwendung ihrer Artworks als Bestandteil eines riesigen Teppichs zugestimmt haben, mag ich zu bezweifeln. Habt Ihr?

Diskussion
2 Kommentare zu “Streetart als Teppich-Kunst?!”
  1. also street art ist jedem zugänglich und somit auch von jedem benutzbar. dann dürfte auch keiner street art fotografieren, oder braucht man die zustimmung der künstlerInnen? ich habe eine fotoausstellung mit berliner street art fotos gemacht, aber meine moral hat es mir z.b. verboten die fotos danach zu verkaufen, denn ich bin ja nicht die urheberin. andere machen sehr viel geld mit street art und das natürlich ohne zustimmung der künsterInnen. selbst wenn – die meisten sind anonym! mich würde es freuen, wenn mein werk in einem ethnologischen museum hängen würde und als moderner ausdruck urbanan lebens betrachtet werden würde. mich interessiert, ob sich EINER die mühe macht und nach dahlem fährt um sich das anzusehen – ich mach das am 30.04. um 16:30 (führung von u. arndt). c u?
    p.s.: für u. arndt sind street art motive “besondere Meinungsbilder im öffentlichen Raum, die Sprache der Stadt”.

    Geschrieben von fauxpas | March 26, 2009, 17:49
  2. Viele Designerstücke besonders in der Modewelt beruhen auf den Ideen anderer. Da lassen sich nur schwer Grenzen ziehen.

    Dran kriegen kann Dich jeder, wenn er nur genug Beweise hat.

    Ich schlage daher immer eine Zusammenarbeit vor. So erspart man sich den Ärger, der Gweinn wird geteilt und je nachdem mit wem, hat man sogar noch eine gute Tat vollbracht!

    Die wahren Künstler findet man auf der Straße!

    Geschrieben von Maria | October 20, 2009, 12:54

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