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Lacoste, KaDeWe und das Graffiti

Nach einem beträchtlichen Medienecho gehen die Spekulationen um das grüne Graffiti am KaDeWe nun zu Ende.

Nachdem die Spekulationen von Links-Extremen bis Pro-Tibet AktivistInnen gingen und der Verfassungsschutz bereits die Ermittlungen übernahm, erklärt zum Beispiel der Tagesspiegel in seinem heutigen Artikel “Man war sich nicht grün”, das wohl der in Berlin wohnende, amerikanische Graffiti-Künstler Brad Downey eine Werbeaktion für Lacoste dürchführte, was just bereits wenige Stunden nach dem ersten bürgerlichen Aufschrei zu berichten wusste.

Hintergrund war eine großflächig angelegte Farbaktion am Berliner Nobel-Kaufhaus, wobei grüne Farbe graffitilike mit Hilfe eines Feuerlöschers an diverse Schaufenster des KaDeWe gesprüht und auf Video festgehalten wurde.

Der kapitalismus-kritische Graffiti-Artist Downey wollte nach eigenen Angaben “zeigen, dass Unternehmen Geld für Sachbeschädigungen ausgeben”. Dass das durchaus realistisch ist, zeigt der weitverbreitete Missbrauch von Graffiti und Streetart als Werbung. Als Beispiele könnte die Ogo-Kampagne, die versucht mit Pseudeo-Streetart und großflächigem Graffiti auf das Produkt aufmerksam zu machen.

Lacoste selber bestreitet die Vorwürfe, man habe bekannte Graffiti-KünstlerInnen für urbanes Marketing engagiert, und das KaDeWe-Management will auch von nichts gewusst haben. Und das, obwohl Downey im Besitz eines Bankbelegs ist, der zeigt, dass bereits Geld für sein Mitwirken bei einer Lacoste Werbeveranstaltung bei ihm eingegangen ist…

Weitere Infos gibt es bei diversen Tageszeitungen, wie zum Beispiel dem Tagesspiegel sowie bei rebel:art.

Diskussion
Ein Kommentar zu “Lacoste, KaDeWe und das Graffiti”
  1. [...] reicht zwar langsam, aber einmal berichten wir noch über die Graffiti-Aktion am KaDeWe in [...]

    Geschrieben von KaDeWe Graffiti Fotos | Pro Graffiti - Streetart your Life! | May 31, 2008, 15:47

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