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Gutes Graffiti – Schlechtes Graffiti?

Das Streetart und vor allem Graffiti von einem Großteil der Bevölkerung abgelehnt werden und dass BürgerInnen so gut wie alles gerne in schwarz und weiß/gut und böse unterteilen ist bekannt, doch dass sich bereits junge Menschen beispielsweise durch die Presse polarisieren lassen, war mir bis vor Kurzem nicht klar.

Eine typische Ansicht bei der Diskussion Gutes Graffiti – Schlechtes Graffiti zum Beispiel ist, dass große – am besten farbige – Streetpieces als durchaus originell und unter Umständen sogar als hübsch angesehen werden, »einfache« Tags oä. jedoch als Schmiererei und/ oder Vandalismus abgetan werden.

Dabei sind Tags doch gerade die Urform der kreativen, öffentlichen Arbeit mit Typographie!

Die moderne Neuschöpfung bzw. -definition von Buchstaben, die dazu führt, dass z.B. aufgrund von extremen Erweitern oder Abstrahieren manche Buchstabenkombinationen sich erst nach ein paar Minuten entziffern lassen, scheint bei vielen Älteren, aber eben auch Jüngeren, trotz ihres modernen, kreativen, individuellen Anspruches verrufen zu sein.

Eine klare Trennung von »guten, schönen« Graffiti und »schlechten, hässlichen« Graffiti ist die Folge.

Ähnliches ist auch bei anderen Disziplinen der Streetart zu beobachten. Auf der einen Seite wird die »Straße von Stickern verschandelt«, auf der anderen Seite entfernen KonservatorInnen ganze Mauerstücke, nur um diese eine kunstvolle, gute, schöne und vorallem gut zu vermarktende Stencil-Arbeit zu sichern.

Ein Paradoxon, wie ich finde.

Erstens gehört jegliche Form der Streetart auf die Straße/ in die Öffentlichkeit und zweitens können verschiedene künstlerische Disziplinen einfach nicht miteinander verglichen werden.

Denn wer will und kann sich anmaßen, z.B einen Banksy mit Werken von zum Beispiel nOel oder sogar modernen Künstlern wie Neville Brody oder Stefan Sagmeister zu vergleichen?!

Was sagt ihr?

Diskussion
Ein Kommentar zu “Gutes Graffiti – Schlechtes Graffiti?”
  1. nunja, was du/ihr schreibt ist nicht falsch, aber es gibt schon unterschiede zwischen diverser streetart.

    ich komme aus einer stadt in der es viele kleine, alte fachwerkhäuser gibt. dort betreibe ich zwar selbst tagging und klebe sticker, aber gut-instandgesetzte und renovierte (private) häuser zu taggen fällt mir nich ein. leider gibt es dann doch die kiddies, welche sich zum ersten mal dosen im baumarkt klauen und dann die neuen alten häuser mit ner line oder nem hässlichen tag verschandeln…

    eine ernsthafte kritik an der stadt oder eine küstlerische intention lässt sich beim besten willen nicht erkennen…

    scheiß toys – geht erstmal in ne alte fabrik! :P

    Geschrieben von Human | June 13, 2008, 15:35

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