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Streetart Berlin Blog
Am 12. Juli wird es in Berlin/ Kreuzberg eine Pro-Graffiti-Demonstration unter dem Motto “ArtRevolution” geben.
Um Werbung für die öffentliche Versammlung zu machen, die auch von der Grünen Jugend Berlin unterstützt wird, und gleichzeitig etwas über Hintergründe und Ziele zu erfahren, sprachen wir mit den beiden VeranstalterInnen Simon (22 – Azubi) und Francesca (17 – Schülerin).
berlinpiraten: Am 12. Juli soll es ja eine Pro-Graffiti-Demonstration in Kreuzberg geben, welchen Hintergrund hat diese und welches Ziel verfolgt ihr damit
VeranstalterInnen: Wenn man sich Berlins Graffiti mal wirklich anschaut und damit meine ich jetzt nicht das Gekritzel an Hauswänden, sondern wenn man sich z.B. an der Warschauerstr. mal die riesigen bunten Bilder anschaut, dann wird einem eigentlich erst klar, wieviel Engagement, Talent und Charm in Graffiti steckt. Graffiti ist eine Art Subkultur geworden, wo Jugendliche Zugehörigkeit finden und ihre Emotionen, Gedanken und Ideen künstlerisch umsetzen. Dass diese jungen Künstler sich durch Straftaten schon früh im Leben stark verschulden, finden wir unfär. Obwohl wir es nicht richtig finden, Eigentum anderer mit Farbe zu “beschmieren”, sehen wir in Graffiti mehr Konstruktivität und Hoffnung , als es schlichtweg als Vandalismus abzustempeln.
Wir finden unsere Gesellschaft sollte offener für Graffiti sein. Statt es zu verdrängen und mit strengeren Strafmaßnahen versuchen zu eliminieren, sollte man Graffiti mehr Respekt schenken und Jugendlichen ihre Kunst nicht einfach verbieten, sondern diesen mehr legale Flächen und Möglichkeiten bieten, um sich evtl. als Künstler zu etablieren.
Aufgrund dessen haben wir uns letzendlich entschieden eine Demonstration zu veranstalten, um jugendliche Künstler zu unterstützen und um die Gesellschaft auf Graffiti als Kunst aufmerksam zu machen. Sie dient somit als Denkanstoß und Aufruf zu weiteren Aktionen.
berlinpiraten: Welche Reaktionen erhofft ihr euch oder erwartet ihr im Bezug auf die Demonstration?
VeranstalterInnen: Graffiti soll als Teil unserer Kultur angesehen und weiterhin gefördert werden.
Außerdem möchten wir zur öffentlichen Diskussion anregen (auch zum Thema: Milderung des Strafgesetzes gegen Graffiti).
berlinpiraten: Wird es in Zukunft weitere Demonstrationen o.ä. zum Thema Graffiti und Streetart von eurer Seite aus geben?
VeranstalterInnen: Wir werden versuchen, dass Projekt in Zukunft weiterzufüren, dass es möglicherwise zu einer jährlichen Aktion wird (vielleicht europaweit?). Konkrete Pläne gibt es dazu allerdings nocht nicht. Wir hoffen vorerst auf eine erfolgreiche Demo!
berlinpiraten: Zu Schluss noch eine Frage: Wie kann mensch, außer “nur” auf eure Demo zu gehen, euch von außen unterstützen oder selber aktiv werden?
VeranstalterInnen: Respektiert Graffiti und verschließt nicht die Augen vor Berlins Straßenkunst.
Wir bedanken uns bei Simon und Francesca für das Interview und wünschen viel Erfolg mit der ArtRevolution.
Ihr seid auch von Repression betroffen oder habt einfach kein Bock darauf, dass Street- und UrbanArtists kriminalisiert werden? Ihr findet Farbe einfach schöner als tristes Einheitsgrau oder wollt die Straßen nicht nur der Werbung überlassen, sondern auch selbst aktiv werden?
Dann kommt mit euren FreundInnen am 12. Juli 2008 um 15 Uhr auf den Oranienplatz nach Berlin/ Kreuzberg und beteiligt euch an der Pro-Graffiti-Demonstration ArtRevolution!
Den Flyer gibt es auch bei uns!
wie kann ich bei euch bilder hochladen ?
greetz
garnicht…aber wenn du einen flickr-account hast, dann joine doch unsere Gruppe
Die Kreuzberger Antifa(-gruppe) [AJAK] hat auch nen Aufruf zu der Demo am 12.7. geschrieben. Die gehen das ganze etwas anders an; ist ganz interessant. Den Aufruf mit dem Titel “Graffiti is a crime… …und wir stehn drauf!” bzw. “Wände fordern ist verkehrt” findet ihr auf deren myspace-seite: http://www.myspace.com/emeute_electronique
[...] Interview mit den VeranstalterInnen haben die Berlinpiraten [...]
leute, die aktion ist äußerst kontraproduktiv und zudem reichlich peinlich. bei dem flyer schießt selbst mir die schamesröte ins gesicht. mehr rechte? mehr respekt? macht euch nicht lächerlich. lasst es bleiben und organisiert lieber ne entspannte jam!
beste grüße
olaf
und was bitte hat die antifa damit zutun? mir kommt das kotzen…
An Olaf:
Du solltest mal zum Arzt gehen, wenn dir so schnell das Kotzen kommt. “Die Antifa” ist doch einfach eine linksradikale, antikapitalistische Organisierungsform. Und Repression gegen Maler und all der Scheiß passt halt auch in deren Gesellschaftskritik. Les dir doch mal den Aufruf von AJAK durch; dann verstehst du vielleicht, was Antifa damit zu tun hat.
da scheinst du was zu verwechseln.die antifa radikalisiert ein thema, das ihr als harmlose kunst präsentiert. und warum? wo bitte ist da gesellschaftskritik?
oder glaubt ernsthaft jemand mit dieser billig aufbereiteten antihaltung wird irgendetwas erreicht, das förderlich für die sache wäre? darum geht es doch garniemanden. das thema wird benutzt, für was ist nicht ersichtlich. graffiti ist keine hure für politische randgruppen. und so sollte das bleiben! hört auf zu heulen und macht was mit hand und fuß, denn so geht das nach hinten los…die gesellschaft besteht nunmal nicht aus “subkulturen”. das muss entweder respektiert oder ignoriert werden, aber wenn, dann ohne dabei das maul noch groß aufzureißen und irgendwas einzufordern, auf das kein anspruch besteht. aber mit was könnte man sich denn dann profilieren? scheiße es wäre schwer da was zu finden, denn in diesem verfickten staat gehts doch allen noch recht spitze…
ich freu mich schon auf antwort!
beste grüße aus dem osten
funky fresh olaf
ohh man die veranstalter dieser aktion haben nicht mal ansatzweise eine ahnung was graffiti bedeutet…absolut armseelig!
[...] Blogposting zur Demo auf berlin street art Blog [...]
Es ist ganz einfach: Alles Fehlverhalten, was nicht öffentlich gemacht wird, führt dazu das die Betroffenen missbraucht, in die Ecke gedrängt und vernichtet werden. Wo kein Widerstand da nur Rückzug. Bisher ist Graffiti immer nur auf dem Rückzug, immer im Schatten. Die meisten Graffitkünstler haben eben keine Ahnung von politischem Widerstand. Ich sehe den Erfolg der Graffiti-Bewegung jedenfalls bisher nicht. Ich denke das diese Demo ein erster Hoffnungsschimmer ist, das die steigende Eskalation der Gewalt gegen Graffitikünstler doch gestoppt werden kann. Wer schweigt wird vernichtet. Simple as that.
so nen mist hab ich lange nicht gelesen, wie kann man nur so undifferenziert denken? komm mal klar du spinner!
aaaaaaaaaalter, von mal zu mal durchlesen wird das dümmer! was laberst du da für eine scheiße? da weiß man garnicht wo man anfangen soll mit widersprechen…hoffnungsschimmer, gewalteskalation, schatten, fehlverhalten, vernichten. junge das ist kein bürgerkrieg, sondern farbe auf ner wand!
Hallo???
Laßt euch doch nicht instrumentalisieren von der antifa…es gibt nur eine geringe gemeinsame schnittmenge politischer themen…und die antifa ist nicht wählerisch… so gut wie jeder anlaß ist ihr recht für eine öffentlichkeitswirksame bühne…
[...] …war (ausser ihm hier) gestern jm auf der Pro Graffiti Demo in Kreuzberg? [...]
@Kristine
Was willst du denn?! Geh mal zurück nach Lichtenberg oder wo immer du herkommst. Ich als Maler habe genug Atzen, die bei der Antifa sind und auch krass korrekt sind und selber malen (oK, viele sind eher whack). Ich finde die Polizei-Gewalt gegen Writer auch scheiße und finde es cool, dass sich auch Antifas mit uns solidarisieren.
wieso verschwinden hier beiträge? das ist krass uncool!
hier thilo…
ich glaub echt du weißt nichts über graff. man geht raus malt nen zug und weiß, dass es verboten is und alter man macht es weil es verboten is!!!! dass die atzen von der polizei nicht nett zu dir sind, wenn sie dich erwischen is doch jedem maler klar!(scheiße is es allemal, das will ich nciht abstreiten)!graff heißt adrenalin, fame innerhalb der szene, buchstaben: perfektion und zerstörung zu gleich! graff wird nie tot sein!!!und dass du “keinen erfolg in der graffiti bewegung ” erkennen kannst ist echt arm und zeigt einfach nur, dass du echt keinen blassen schimmer hast.
Wooooooooooooooooooord!
Ich hasse inhaltslose graffix. ich mein ich finde es kann geil aussehen, aber nur ständig nur meinen namen zu bomben langweilt. es is wie beim hiphop, aussage!! scheiss auf dieses konkurrenz-kack.
politische, gesellschaftskritische bilder rocken mehr, als den namen von jemanden zum 1000ten mal zu lesen, egal wie geil er aussieht.
fuck of fame.
es werden immer mehr autonome sprayer mit systemkritischer botschaft, die szene wächst.
das freut :D